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<title>Weinwelt von Michael</title>
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<description>Alles rund um den Wein - viele persönliche Verkostungserfahrungen und mehr</description>
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<title>2010 Oestrich Doosberg Riesling 3 Trauben, Peter Jakob Kühn - Rheingau</title>
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<description><![CDATA[<p align="justify"><br /></p><p align="justify">93+ Punkte - Keine Ahnung wie, aber Peter Jakob Kühn hat offensichtlich die Kurve gekriegt, man könnte auch formulieren, den Stein des Weisen gefunden, aber das würde schon wieder die berufsmäßigen Skeptiker in meinem Weinbekanntenkreis auf den Plan rufen, die es einfach nicht zulassen wollen, dass das von ihnen selbst so erklärte biodynamische Spinnertum richtig (sorry wegen der Wortwahl) geilen und spannungsgeladenen Wein auf die Flasche bringt. Zugegeben, der 2010er Oestricher Doosberg 3 Trauben erschliesst sich nicht sofort jedem &quot;Henker&quot; einer Flasche, aber wer dem Wein ein wenig Zeit zur Beatmung und Entfaltung gibt, sich selbst ebenfalls Zeit nimmt und bereit ist, sich mit seinen Sinnen einzulassen (ich weiss, ich wiederhole mich mit diesen Anforderungen bei Kühn Weinen), der wird sie erleben ... die strahlenden Facetten dieses geistreichen Stoffs. Bei diesem Wein glaube ich, dass Peter Jakob Kühn dort angekommen ist, wo er mit seinem selbstauferlegeten, &quot;historischem&quot; Biowinzertum  immer hinwollte. <br /></p><p align="justify">Selbst als eher ungeübter Geniesser - wird man erkennen, dass dieser Wein eine perfekte Mischung aus definierter Eigenständigkeit, perfektem Handwerk, richtig angewandter Ideologie, Rheingauer Geschmacks- und Weintradition sowie einem Schuss Glück ist:<br /></p><p align="justify">Wunderbar tiefe Nase, Assemblage von diversen Citrusfrüchten mit getrockneten Kräutern und frischem Heu, dazu ein Touch von gekühltem, gelbem Kernobst. Am Gaumen dicht und fest, mit viel Zug und einem gewissem Tannin, das mich zur Frage bringt, ob der überwiegende Teil der Weintrinker (ich inklusive) im schwarzen Glas erkennen würden, dass es sich um Weißwein handelt. Sie werden jetzt sagen, was ist dass denn für ein selbsterklärter Weinfreak, der noch nicht mal Rot- von Weisswein unterscheiden kann, aber machen Sie einfach mal öfter diesen banalen Test: schwarze Gläser von Riedel und los geht es! - Selbstversuch only, man will ja niemanden vorführen ;-).  Richtig straffer Riesling, mit viel pflanzlicher Würze, im Hintergrund dicht bepackt mit einer Mineralik, die den Wein glockenklar und rein wie einen Gebirgsbach erscheinen lässt. Hat ordentlich Muskeln, ist aber gleichzeitig drahtig und ausdauernd. Zeigt jetzt schon einiges an Weinstein/Depot. Tief, klar  und mineralisch, aber die Oberfläche hat auch eine sanfte, schmelzige Seite zu bieten -  einen schönen Teint eben. Die vorhandene, aber etwas hinter der Mineralik versteckte, vielseitige, weißgelbe Steinobst-Frucht sowie  die perfekt eingebundene Säure und Nachhaltigkeit nehmen mich mit auf ihrer Geschmacksreise und meine Flasche vor mir ist viel zu schnell leer. </p> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 00:43:39 +0200</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>2004 Riesling Oestricher Doosberg 3 Trauben, Peter Jakob Kühn - Rheingau</title>
<link>http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=530</link>
<description><![CDATA[<p align="justify"><br /></p><p align="justify">89 Punkte - Nach langer Zeit (7 Jahre; vgl. http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=72 ) mal wieder einen 2004er Doosberg von Kühn im Glas und ich bin immer noch überzeugt von diesem ungewöhnlichen Riesling. Peter Jakob Kühn war damals noch mitten in den ersten Jahren seiner Umstellung des Betriebes auf biodynamischen Weinbau. Sowohl seine bisherigen Kunden als auch die geneigte &quot;Weinexpertenschar&quot; hatten reichlich Diskussionstoff, ob dieser neuen Ausrichtung im Weinberg und Keller. Zugegeben, diese neue &quot;alte Art&quot; von Riesling ist alles andere als mainstream und sicherlich keine easy drinking, aber wer Zeit mitbringt und Lust verspürt sich einzulassen, reinzuhorchen in die Tiefen eines Weines geht auf eine Entdeckungsreise zu &quot;unbekannten Welten&quot; - ganz im Sinne des Raumschiffes Enterprise. Heute hat Peter Jacob Kühn seinen Weg gefunden, die Symbiose aus biodynamischem Weinbau und bekannten rheingauer Wein-Geschmackswelten - doch ich gehe gerne zurück in seine Experimentierphase (die es auch heute noch gibt, z.B. bei seinem 2009er Amphorenwein), in denen z.B. lange Maischestandzeiten / Vergärung auf den Schalen  solche Weinunikate formten, wie dieses, das gerade vor mir im Glas steht. </p><p align="justify">Goldgelb fliesst dieser acht Jahre alte, trockene Riesling ins Glas.  Die Nase zeigt wenig Frucht, dafür gibt es Noten von Bienenwachs, grünen Walnüssen, grünen Oliven und (sehr) reifen Äpfeln. Am Gaumen überrascht die Frische, sicherlich gut unterstützt von einer schönen, kräftigen Säure. Geschmacklich fallen mir Dinge wie Brioche; Toffee; reife, etwas mehlige Äpfel, Heu und grüne Mandeln (wer schon einmal junge, grüne Mandelfrüchte - bestehend aus Haut und Haaren, also noch ohne harte Schale probiert hat, weiss wovon ich rede) ein. Insgesamt ein kräftiger Bursche, mit Kraft, Saft (extraktreich) und Spiel, aber kein Sinnbild für leise Töne und aristokratische Eleganz. Mir gefällts trotzdem - auch wegen der großen Länge am Gaumen.<br /></p><p align="justify"><a href="http://youtu.be/7VkRsfHz0r8">http://youtu.be/7VkRsfHz0r8</a></p> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 20:41:35 +0200</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>Down Under Cellar Doors - TORBRECK</title>
<link>http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=529</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-FAMILY: "><p align="justify"><strong></strong><br /><br />Die Seppeltsfield Road ein wenig weiter hinunter (vom Barossa Valley Estate kommend) und schon war ich an der Kellertür von Torbreck Vintners, dem Inbegriff eines erfolgreichen, inhabergeführten Weinbaubetriebes in Australien. Wer die Chance hat, große Teile - oder vielleicht sogar die gesamte Range - der Weine von Torbreck zu verkosten, kommt nicht umhin, diesem Weingut ein hohes Maß an Streben nach Individualität und Perfektion zu bescheinigen.  Mich hat insbesondere die Akribie im Umgang mit jedem einzelnen Weinberg (bzw. Teilen davon) fasziniert. Dies unterscheidet Torbreck von vielen anderen australischen Winzerbetrieben und ist wohl auch ein entscheidender Grund dafür, dass so herausstehende Gewächse auf die Flasche gebracht werden. Der umfangreiche Schatz alter Rebanlagen - teilweise über 100-jährige Weinstöcke – sind ein weiteres Pfund, mit dem man bei Torbreck wuchern kann. </p><p align="justify">Auf der anderen Seite kann man in Sachen Selbstbewusstsein und „Wie schöpfe ich die maximale Marktrendite ab“, von David Powell, dem Eigentümer von Torbreck, sicherlich noch gehörig lernen. Schon vor Jahren war sein RUN RIG im obersten Weinpreissegment etabliert, aber mit seinen $700,- (ab Hof!!  :shock:  :roll: ) für einen neu lancierten „THE LAIRD“ schießt er den Vogel ab. Ihm gehört damit die Krone für den teuersten Ausi-Wein, den ich kenne. Einerseits setzt David Powell und seine Mannschaft konsequent das riesige Weinbergspotential in herausragende Qualität um, andererseits hat er erkannt, dass es nicht einmal einer langen Tradition und Geschichte bedarf (wie z.B. bei Chateau Latour oder Margaux), um den snob effect der Reichen und Schönen in Asien, Amerika und Europa zu bedienen. Auf die Frage wie viel Arbeit der Verkauf eines solch teuren Weins macht, bekam ich von dem freundlichen Menschen bei dieser „open cellar Verkostung“ zur Antwort: „meist viel einfacher als bei preiswertem Wein“. </p><p align="justify">Wer eintauchen will in die Vielfalt der Torbreck-Weine, dem sei die Webseite  ans Herz gelegt – ich habe selten eine so informative und klar gestaltete webpage gesehen. Was hatte ich nun im Glas bei meinem Besuch vor Ort? - Los geht’s:<br /></p><p align="justify"><strong><br />2010 Woodcutter’s Semillon</strong> (100% Semillon) $ 17,50 – Der erste und preiswerteste Wein auf der langen Liste von Torbreck ist ein frischer und lustiger Geselle. Sauber, klar und unkompliziert.  Ein schneller, jung zu genießender Schluck, der den Gaumen mit seinen Citrusaromen erfrischt. Viel mehr Worte muss man nicht machen. – 84 Punkte  </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2010 Woodcutter’s RVM</strong>  (63% Roussanne, 21% Viognier, 16% Marsanne) $21,50: Duftiger, dichter Stoff im klassischen Rhone-Stil; mittelgewichtig, mit ansprechendem Schmelz und ausreichend Säure. Insgesamt  mangelt es ihm etwas an aromatischer Tiefe, aber seine nicht zu schwere Art empfinde ich als sehr angenehm. Die Grundweine dieser Cuvée wurden jeweils einzeln ausgebaut, dann lagen sie – jeder für sich 7 Monate - auf der Feinhefe, um anschließend zu dieser Cuvée vermählt wurden. Jetzt trinken. - 86 Punkte</p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2009 Roussanne, Marsanne Viognier</strong> (55% Rousanne, 25% Marsanne, 20% Viognier) $37,50:  Eine richtig ansprechende Cuvée! Weich und schmeichelnd auf der Zunge, durchaus mit Anspruch. In der Nase dezente Wachsnoten, florale Anklänge (weiße Blüten), kombiniert mit exotischen Früchten und einem Touch Honig. Am Gaumen ganz ähnliche Eindrücke; schöner Schmelz, angenehme Säure, mittlere Länge.  Jetzt und in den nächsten 3 Jahren herrlich zu trinken. – 88 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2010 Cuvée Juveniles</strong> (60% Grenache, 20% Shiraz, 20% Mataro) $25,00: Bei Mataró musste ich erst einmal nachfragen – man sagte mir, dass sich dieses Wort leichter sprechen lässt als Mourvèdre (letztlich ist Mataró das katalanische Wort für eben diese Rebsorte) und sich dieses Synonym - in Australien und im asiatischen Markt - durchgesetzt hat. Würzige, kühle Nase mit etwas an Blut erinnernden Anklängen. Am Gaumen saftig, fruchtig, mit dezent würzig-erdigem Einschlag. Schöner Einstiegswein in die rote „Fraktion“.  – 88 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2008 The Steading</strong> (60% Grenache, 20% Shiraz, 20% Mataro) $37,50: Vielen deutschen Weintrinkern mit Interesse an australischen Weinen dürfte dieser Name bekannt sein, denn er wird auch in Deutschland vermarktet und ich kann mich erinnern, dass der 99er Jahrgang mit seinen 94 Parker-Punkten und einem noch bezahlbaren Preis bei uns Furore machte.  Der jüngere Bruder aus 2008 war mir dann doch ein wenig zu geschminkt und überreif. Die Frucht ist voll und saftig; die Aromen von dunkeln Waldbeeren sind dem Rumtopf aber zu nahe und die 15% Alc. kann er ebenfalls nicht einfach wegstecken. - 86 Punkte  </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2010 Fish’s Shiraz</strong> (100% Shiraz) $29,50: Ein Wein aus ganz jungen Reben (Jungfernjahrgang aus  Marananga Vineyard). Der Erlös aus dem Verkauf dieses Weins kommt den flying doctors zu Gute, einer Institution, die das weite Land, mit seinen abgelegenen Farmen, in Notfällen ärztlich versorgt. Dieser schöne und saftige Shiraz besitzt eine herrlich frische Frucht von dunklen Beeren, ein wenig weißen Pfeffer und macht mir richtig Spaß zu trinken. – 87 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2010 Woodcutter’s Shiraz</strong> (100% Shiraz) $21,50: Der Einstiegs-Shiraz stammt von 10-15 jährigen Reben und ist ein farblich sehr tiefer sowie aromatisch würziger Shiraz. Die Frucht ist geprägt von dunklen Beeren und einem Touch geräucherten Speck. Mittlerer bis voller Körper, schöner Saft. Die guten Tannine sollten dafür sorgen, dass der Wein ein paar Jahre gut zu trinken sein wird. Voll, aber nicht zu schwer, hinten heraus fehlt es etwas an Länge. - 87 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2010 The Loon</strong> (90% Shiraz, 10% Rousanne) $29,50: Dieser eher im Rhone-Stil gehaltene Shiraz ist ein ziemlich würziger Geselle; er besitzt eine gute Struktur, die von kräftigen und dunklen Tanninen getragen wird. Körperreich, mit schönem Schmelz und einer duftenden Frucht. Im Abgang hat er ein kleines Bitterle, dieses ist jedoch ein Teil seines Charakters und es passt gut zum sonstigen Eindruck. Interessant ist, dass - nachdem der Saft der Roussanne-Trauben abgelaufen ist - die Schalen bei der Fermentation des Shiraz zu „ihrem“ Einsatz kamen. – 88 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2010 The Struie</strong> (100% Shiraz) $48,50: Dieser 100%ige Shiraz stammt von verschiedenen Weinbergen aus dem Barossa und Eden Valley. Beide Regionen grenzen unmittelbar aneinander, wobei das Eden Valley etwas höher liegt und die Weine von hier etwas weniger alkoholisch sind und in ihrer Würzigkeit (insbesondere Pfeffer) etwas kräftiger ausfallen. Der Strui ist ein saftiger und dichter Tropfen. Die Aromen sind fruchtig-würzig und der volle Körper sowie die hervorragend gemanagten Tannine ergeben ein Maul voll Wein, das aber auch durch Qualität zu überzeugen weiß. Sehr reife Himbeere zu Beginn, dann kommen eher die würzigen Aromen durch: schwarze Oliven, etwas schwarzer Pfeffer und dazu ein paar schöne Röstaromen. Die Tannine aus vollreifen Beeren sind rund und weich gemacht, sorgen aber für Struktur im Wein.  Eine runde Sache dieser Wein, kann sicherlich ein paar Jahre reifen, macht jetzt aber schon richtig Freude. Mittlerer Abgang, hinten heraus ein wenig zu alkoholisch. – 89 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2009 The Celts</strong> (100% Shiraz) $75,00:  Dieser ebenfalls 100%ige Shiraz kommt aus dem gutseigenen Weinberg Roennfeldt Road (Marananga), wobei die Pflanzen aus selektionierten Reben der „Run Rig Anlagen“ stammen. Der Wein hat einen natürlichen Alkoholgehalt von 14,8% - seine Vergärung erfolgte über 7 Tage im offenen Holzfass. Nach der Pressung reifte er 26 Monate in französischen barriques. Er ist ungeschönt und ungefiltert. Mir hat der „The Celts“ von allen reinsortigen Shiraz-Weinen am besten gefallen, er ist im Ansatz recht kühl und besitzt - sowohl in der Nase als auch am Gaumen - einen dunklen, erdigen Charakter. Die Frucht zeigt Anklänge an Kirschen und dunkle Beeren, dazu etwas Tabak. The Celts ist tief und zeigt Komplexität, er hat wunderbare nicht zu weichgespülte Tannine und auch der Alkohol ist sehr gut eingebunden. Ich denke, dass dieses Weinbaby beste Anlagen besitzt, um als eleganter Gentleman für viel Gesprächsstoff und Genuss zu sorgen. Braucht noch etwas Zeit für seine weitere Entwicklung. Sicherlich hervorragend über die nächsten 10 bis 12 Jahre.  – 92 Punkte </p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2007 The Factor</strong> (100% Shiraz) $125: Dieser 100% Shiraz stammt von sehr alten (80-100 Jahre) Reben, weist einen Alkoholgehalt von 14,9% und eine Säure von 7 Gramm/Liter auf; 40% neues Holz kamen beim Ausbau zum Einsatz. Ein sehr opulenter Wein, der mir in der Frucht ein wenig über den Punkt ist - da kommen die satten Früchte aus dem Rumtopf. Trotzdem sollte man diesen Stoff unbedingt probieren, denn das Bouquet ist berauschend ;-) – Potpourri von vielen duftenden Früchten, dazu Anklänge von Lakritze und rauchigem Speck. Am Gaumen ähnlich komplexe, satte/dicke Kompottfrucht, Anklänge an Espresso, Tabak, schwarzen Pfeffer, aber auch scharf vom Alkohol. Tiefe Frucht, voller Körper und viele weiche Tannine. Samtiger Stoff mit Rückgrad, massiv und voller Kraft, gute Länge. Bin gespannt, wie sich dieser Wein in den nächsten Jahren entwickelt. - 91 Punkte</p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2009 Les Amis</strong> (100% Grenache) $187,50: Für mich war dies der beste Wein der gesamten Reihe, die ich an diesem Tag auf dem Weingut vor Ort verkosten konnte. Die Trauben stammen aus einem, im Jahr 1901 gepflanzten, Weinberg in Seppeltsfield. Per Hand wurde der 2009er Jahrgang am 9.April geerntet, anschließend lag er 7 Tage im offenen Zementfass auf der Maische, dann wurde er direkt für 18 Monate in neuem französischen Holz ausgebaut. Im Januar 2011 ohne Schönung und Filtration auf die Flache gezogen.  Die Farbe des Les Amis ist intensiv und glänzend. Dicht,  voll und tief sind sein Duft und der Eindruck am Gaumen - mit der nötigen Frische und ohne jegliche Überreife. Auffallend schön sind die zahlreichen feinkräutrigen und- würzigen Aromen, die sich mit der dunklen Frucht zu einem sehr komplexen Aroma verbinden, dazu passen die erdigen Anklänge (Holzkohle) hervorragend. Der hohe Alkoholgehalt von 15,2% ist sehr gut integriert; die zahlreichen Tannine sind Struktur bildend, weich und geschmeidig. Der Wein ist saftig, bestens balanciert und komplex - bis ins lange Finale. Lage für Lage öffnet sich dieser Wein dem Genießer und es fiel mir schwer an diesem Tag, das Glas aus der Hand zu geben, um den nächsten Wein zu verkosten. Macht jetzt richtig Freude; ich denke jedoch, dass der Wein mit dem Alter noch etwas an Komplexität und Eleganz zulegen wird. Teuer, ja – aber dieser Wein ist besonders!  - 97 Punkte</p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2007 The Pict</strong> (100% Mataro) $187,50: Mataro ist die australische Bezeichnung für Mouvedre. Dieser reinsortige Mouvedre aus dem nicht so einfachen Jahr 2007 hatte es schwierig nach dem „Les Amis“, trotzdem hat er die „Situation“ gut gemeistert.  Ein Vorteil ist sicher, dass es sich hier um alte Reben (1927 angepflanzt) handelt, die auch in sehr trockenen Jahren ihr Auskommen finden (wobei in Australien zu 99,9% bewässert wird). Die Vergärung auf den Schalen fand über 7 Tage statt, die anschließende „Malo“ erfolgte direkt im Holz aus neuer, französischer Eiche. Die besten Fässer wurden nach 24 Monaten im Holz assembliert und auf die Flasche gezogen.  Tiefer Aromenansatz mit erdigen Noten, dem Duft von frischen Oliven und Sattelleder. Die Frucht ist aromenintensiv, etwas süßlich und  erinnert an roten und schwarzen Beeren. Am Gaumen einerseits dicht und fruchtig, andererseits mit einer gut erkennbarer Tanninstruktur, die etwas rauer wirkt als bei den Shiraz dominierten Weinen aus gleichem Hause. Ein reinsortiger, mittelgewichtiger  Mouvedre, der so immer noch recht selten zu finden ist; ich empfehle diesen Wein in eine Probe mit seinen „Schwestern und Brüderns“ aus Frankreich und Spanien zu stellen. Richtig schöne Länge, die ihn abhebt. Hat das Potential für weitere Jahre. – 91 Punkte</p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2008 Descendant</strong> (92% Shiraz, 8% Viognier) $125: Dieser Wein stammt aus einem hauseigenen Weinberg, der 1994 mit Material (Ablegern) aus dem Run Rig Weinberg bestockt wurde. Die Viogniertrauben stammen aus der gleichen Anlage. Der Saft der Viogniertrauben wird bereits mit den Shiraztrauben „co-fermentiert“ und anschließend als Cuvee im Holz gemeinsam ausgebaut. Die mit Run Rig – über 30 Monate - erstbelegten Fässer finden hier für 18 Monate ihre weitere Bestimmung. <br />Die 2008er Ausgabe des Descendet ist ein „halbstarker Junge“, einerseits saft-und kraftvoll, andererseits mangelt es ihm für richtig große Weihen an Charakter und Intelligenz. Eine dunkle Beerenfrucht, Pflaumen, etwas Kaffee und dezent erdige Noten sowie ein voller Körper stehen ebenso auf der Habenseite dieses Burschen, wie die saftige Frucht und eine ordentliche Länge. Aber er wirkt  – trotz der weichen Oberfläche seiner Tannine – irgendwie etwas ungehobelt und ein bisschen zu breit. 2008 war ein weiteres heißes Jahr und so wundert es denn auch nicht, daß man dies im Glas schmecken kann.  Ich bin gespannt, wie der Wein in ein paar Jahren sein wird, denn das Hause Torbreck gibt an, dass der Wein entweder in den ersten 6 Monate nach dem release (mit ausreichender Zeit in der Karaffe) oder  dann erst wieder nach 5 Jahren Lagerzeit im Keller ins Glas kommen sollte.  - Aktuell 91 Punkte</p><p align="justify"><strong></strong></p><p align="justify"><strong><br />2007 Run Rig</strong> (98% Shiraz, 2% Viognier) $225:  Zum Ende der ausführlichen Probe im Weingut Torbreck kam der langjährige Star des Weingutes ins Glas und ich war sehr gespannt. $ 225 für eine Flasche Shiraz sind schon eine Hausnummer, andererseits war dieser Wein noch nie billig (für unter 100 Euro habe ich ihn selbst vor 10 Jahren nicht gesehen) und die wenigen Beeren aus den ältesten Shiraz-Reben Australiens sind etwas Besonderes. <br />Der 2007er Jahrgang bescherte dem Team um David Powell einige Herausforderungen. 2007 war in Australien eines der schlimmsten Dürrejahre innerhalb einer 9-jährigen Trockenperiode (2000-2008), die es zu überstehen galt.  Die signifikante Trockenheit lies  Laubwände nur eingeschränkt wachsen und die Versorgung der Rebe mit Nährstoffen war ebenfalls negativ beeinflusst. Die Folge waren sehr kleine Erträge. <br /></p><p align="justify">Die Parzellen für den Run Rig sind über das gesamte Barossa Valley (mit Weinbergen  in Marananga, Greenock, Moppa, Gomersal, Kalimna &amp; Ebenezer) verteilt und mit super alten Reben (weit über 100 Jahre) bestockt. Mit diesen Anlagen hatte man noch die besten Chancen den widrigen Bedingungen des Jahrgangs zu trotzen. </p><p align="justify" /><p align="justify">Sehr tief und voll in der Farbe fließt der Run Rig ins Glas, der aufsteigende „Duftstrom“ ist intensiv und überaus ansprechend. Ein Potpourri an Früchten (erstaunlich kühl), bestens vermählt mit Noten von Leder, schwarzem Tee, Mokka, Früchtebrot und erdigen Noten. Der Wein besitzt einen vollen Körper und ist nachhaltig mit Tannin ausgestattet, welches samtig und poliert auf der Zunge liegt. Bei aller Dichte und Intensität wirkt der Wein  zu keiner Zeit überreif oder  schwer. <br />Der Wein braucht noch ein wenig Zeit, um seine volle Klasse auszuspielen. Er hat viel Potential für ein langes Leben und mit weiteren Jahren der Lagerung wird er an Differenziertheit und Eleganz zulegen. – Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht, denn 15,35% Alk.  sind eine recht hohe Marke und manchmal frisst der Alkohol die Frucht. Auf der anderen Seite hat der Wein eine wirklich schöne Säure, labortechnisch stehen 6,79 Gramm bei einem PH-Wert von 3,58 zu Buche. Bei allen Zahlen soll nicht unerwähnt bleiben, dass das  Finale lang ausfällt und mir mit seiner Betonung auf Obst(kuchen mit Mürbeteig) besonders gut gefällt.  – 95 Punkte<br /><br /><br /> </p><p /><p /><p> </p></span><img src="http://data.blogg.de/11138/images/Torbreck_1.jpg" complete="true" complete="true" />  <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 22:45:05 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>Down Under Cellar doors – ich bin da mal hin...Tag 1</title>
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<description><![CDATA[<p align="justify"><br /></p><p align="justify">Nein, nein, keine Weinreise, aber in 7(!) Wochen Australien kommt man bzw. ich nicht daran vorbei, das außerordentlich freundliche und großzügige Angebot vieler Kellereien anzunehmen, einfach vorbeizuschauen, um die aktuellen Weine zu verkosten und gegebenenfalls auch zu kaufen – „open cellar door“ nennt sich das ganze und ist ein Teil des australischen Weinbusiness. Die für mich eher unverständliche Seite ist jedoch, dass der Begriff „open cellar door“ eher eine Irrleitung ist, denn in die wenigsten Keller kommt man wirklich rein. Hier gibt man sich eher zugeknöpft und ich frage mich:  warum eigentlich ...? Doch der Reihe nach..... </p><p align="justify" /><p align="justify">Kaum gelandet (und nach über 30 Stunden Flug- und Aufenthaltszeit an den Flughäfen in London und Hongkong auch ziemlich zerrupft und k.o.) will ich nicht gleich ins Bett, um so dem jet lag ein Schnippchen zu schlagen. Ich beschließe den Tag (es ist 8.00 Uhr morgens) noch „dranzuhängen“ und etwas zu unternehmen, um gegen meine Müdigkeit anzukämpfen. Also rein in den Mietwagen, Koffer im Hotel abgestellt, noch kurz frisch gemacht und los geht’s: Das Barossa Valley ist die in Deutschland bekannteste Weinregion, wenn es um australische Rote geht - und nur 50 km nördlich von Adelaide. Als die zarten Hügel näher kommen und ich anschließend durchs Valley fahre, bin ich erstaunt, wie eng alles beieinander liegt. So klingende Namen wie z.B. Greenock Creek, Torbreck oder das Barossa Valley Estate findet man alle in einer Strasse, der Seppeltsfield Road. </p><p align="justify" /><p align="justify">Barossa Valley Estate; da ich - in kleiner Runde - im letzten Jahr eine schöne Vertikalprobe des E&amp;E Black Pepper Shiraz gemacht habe und gerade die älteren Jahrgänge mich voll überzeugt haben, wähle ich die Kooperative des Barossa Valley Estate als Startpunkt meiner australischen Weinentdeckungsreise. </p><p align="justify" /><p align="justify"><br />Los geht’s mit einem jahrgangslosen <strong>N.V. Sparkling Shiraz</strong> für $20 die Flasche (bitte bei allen Preisen beachten, dass in Australien auf jeder Flasche Wein 39% (ja, ja richtig gelesen, 39%) Steuern lasten. Doch dieser Stoff überzeugt mich auch gekühlt nicht, das ist ein sauberer, fruchtiger, recht süßer sparkling wine, der etwas plump und schlecht geschminkt daher kommt. -<strong> 79 Punkte</strong>. </p><p align="justify" /><p align="justify"><br />Nicht viel besser ist der <strong>2010 E Bass Eden Valley Riesling</strong> ($18). Dieser Riesling kommt aus dem Eden Valley, dass bei den meisten als Teil des Barossa geführt wird, aber eigentlich eine eigene Weinbauregion ist, denn hier liegen die Weinberge auf einer Höhe von 400-700 Metern und unterscheiden sich klimatisch doch recht deutlich von dem wärmeren Kleinklima des übrigen Barossa Valley. Das sogenannte cool climate des Eden Valley zeigt sich insbesondere in der starken Tag-/Nacht Abkühlung mit Temperaturschwankungen von bis zu 20 Grad Celsius. Ein in der Nase eher verhaltener Riesling, der am Gaumen eine gewisse Sortentypizität zeigt, eine ordentliche Säure mitbringt, sauber gemacht ist, aber mehr auch nicht. – <strong>82 Punkte</strong>.</p><p align="justify" /><p align="justify"><br />Völlig überrascht bin ich von einem kühl servierten <strong>2009 Entourage Grenache</strong> ($24), der nur an der Kellertür verkauft wird, ein eher leichter bis mittelgewichtiger, frischer Grenache, mit einer schönen Frucht, einer aromatischen Sortentypizität und reichlich Trinkspaß. Pur, frisch und gut. Gute-Laune-Grenache für den lauen Sommerabend. - <strong>83 Punkte</strong>. <br /></p><p align="justify"><br />Den internationalen Lecker-Schmecker-Bauernfänger-Markt im Visier hat der <strong>2007 E Bass Shiraz Tempranillo</strong> ($20); ein mit amerikanischem Holz und entsprechenden Vanillenoten getrimmter Fast-Spanier - weich, saftig, rund und schmackhaft. Verkauft sich sicherlich gut, ein erfolgreicher Mitläufer, leider jedoch ohne eigene Persönlichkeit. - <strong>83 Punkte</strong>. <br /></p><p align="justify"><br />Der mittleren Preislinie entstammt der<strong> 2007 Ebenezer Shiraz </strong>($35) – ein ordentlich strukturierter Shiraz, mit einer guten, frischen Säure. Vom Körper eher noch mittelgewichtig. Die Fruchtaromen wirken auf mich leider ein wenig gekocht, dafür sind die Tannine schön mürbe und gut eingebaut. Insgesamt nicht zu schwer. – <strong>86 Punkte</strong> </p><p align="justify" /><p align="justify"><br />Aus der gleichen Linie und dem selben Jahr stammt der <strong>2007 Ebenezer Cabernet Sauvignon</strong> ($35). Ein jetzt trinkfertiger Cabernet, mit schönen, polierten Tanninen, einer angenehmen Frische und Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Lakritze und einer gut erkennbaren Mint-Note. Ein wenig mehr aromatische Tiefe und Komplexität und schon würde dieser eher kühle, schön zu trinkende Cabernet an die 90er-Marke anklopfen. – <strong>87 Punkte</strong>. <br /></p><p align="justify"><br />Eine beachtliche Schippe obendrauf legte der <strong>2006 E&amp;E Black Pepper Shiraz</strong> ($90) – ein feinwürziger Shiraz, mit einem Touch weißen Pfeffer. Am Gaumen vielschichtig und mit aromatischer Tiefe; die Tannine geben dem Wein Struktur, sind aber weich und - gemeinsam mit der schönen, saftigen Frucht von dunklen Beeren ergibt sich ein stimmiges Bild. Trotz seiner 15% Alc. wirkt der Wein gut balanciert und entwickelt eine gewisse Eleganz – <strong>92 Punkte</strong> </p><p align="justify" /><p align="justify"><br />Zum Abschluss gab es noch einen <strong>2005 E&amp;E Black Pepper Sparkling Shiraz</strong> ($50) - dieser nach der Champagner-Methode bereite sparkling wine entstammt einer kleinen Partie des E&amp;E Black Pepper Shiraz, die jedes Jahr „zur Seite gelegt“ wird. Überraschend trockener, recht reicher, aber auch frischer und eleganter sparkling Wein, der mir gut gefällt, da er eine ausdrucksvolle Fruchtigkeit mit einer gewissen Noblesse und Feinheit zu verbinden weiß, die ich einem Shiraz basierenden Sparkling nicht zugetraut hätte. – <strong>88 Punkte</strong>.<br /></p><p align="justify"><br /></p><p align="justify"><img src="http://data.blogg.de/11138/images/BVE_1.jpg" complete="true" complete="true" /> </p> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 14:37:03 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>2005 Spätburgunder Devonschiefer, Weingut Kreuzberg - Ahr</title>
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<description><![CDATA[<p align="justify">87 Punkte - Ich bin während meiner Düsseldorfer Zeit immer wieder gerne zu den Kreuzbergs an die Ahr gefahren. Ein herrlich unkompliziertes Weingut im Umgang mit seinen Gästen (Burschenschank) und Weinkäufern. Vom Devonschiefer ist es leider die letzte Flasche, aber: </p><p align="justify">Auch in 2012 noch herrlich zu trinken, ich würde sagen, dass er erst jetzt in seine Genussphase kommt. In der Nase rauchig, ein Touch von Speck, recht würziger Duft. Das große Bordeauxglas von Zalto füllt er schön aus. Am Gaumen kühl und mineralisch, dazu gesellt sich eine schöne Frucht,die an Kirschen, Hagebutten und andere rote Früchte erinnert. Der rauchig, speckige Touch aus dem Holz steht leider etwas vor, vielleicht hätte ein etwas geringeres Toasting des Fasses dem Wein nicht geschadet. Ordentliche Länge.</p><p align="justify">Für mich der richtige Wein zu später Stunde, nicht so mächtig, aber gut strukturiert und mit Druck. So läßt sich an Teil 2 &amp; 3 der großen big five - Verkostung gut arbeiten. Die Gedanken sind zwar bei Chateau Latour und Margaux, aber die Zunge freut sich enorm über diesen schönen dt. Spätburgunder.</p> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 00:16:51 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>2003 Château Leoville Barton - St.Julien</title>
<link>http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=526</link>
<description><![CDATA[<span style="FONT-FAMILY: "><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><strong><br /></strong></p><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><strong>96 Punkte </strong>- Lange Jahre war Anthony Barton, Eigentümer des Weinguts Leoville Barton, für mich so etwas wie die Garantie, dass klassische Werte im neuen Zeitalter des Bordeaux-Monopoly nicht untergehen. Beim Stil seiner Weine wird das jedes Jahr aufs Neue deutlich, bei den Preisen ist er wohl spätestens mit dem Jahrgang 2010 – zumindest partiell - den Verlockungen des Marktes erlegen. Der 2003er ist für mich noch so etwas wie der Preis-Leistungs-Sieger in seinem Jahrgang.<br /></p><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-FAMILY: ">Der 2003er Léoville Barton verbindet Saft, Kraft mit aromatischer Tiefe und Eleganz nahezu vorbildlich. Die Nase ist aromatisch dicht, vielschichtig, dunkelbeerige Aromen, Kohle, Waldboden, Cassiscreme, dazu Anklänge an Leder und feinen Tabak. Am Gaumen bestens strukturiert: viel vollreifes und edles Tannin, druckvoll und sehr tief. Die Aromatik kann man als eher dunkel und maskulin umschreiben, wobei die feinsaftige Frucht viel Druck entfaltet und der ausgesprochen gelungene Holzeinsatz einen tollen Rahmen um dieses schöne Kunstwerk bildet. Der Wein ist jetzt in einem ersten Trinkfenster, wobei er sicherlich an Differenziertheit und Eleganz noch eine Spur zulegen kann. Mein Tipp auch hier: eine Flasche jetzt verkosten und dann selbst entscheiden, ob man liegen lässt oder den jugendlichen Verlockungen erliegt.</span></p></span> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 23:43:37 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>2003 Château Leoville Las Cases - St. Julien</title>
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<description><![CDATA[<p><font size="2"></font></p><p><br /></p><p align="justify"><strong>90 Punkte - </strong>Leoville Las Cases gehört nicht nur für mich zu den Klassikern im Bordeaux. Entsprechend sind auch die Preise. Diese 2003er Ausgabe ist jedoch eher ein Neue Welt Wein <span style="mso-spacerun: yes"> </span>als ein klassischer 2ème Grand Cru. Die Cuvee, bestehend aus ca. 70% Cabernet Sauvignon, 17% Merlot und 13% Cabernet Franc ist ein erstaunliches Ergebnis in vielerlei Hinsicht. Trotz des Hitzejahrgangs hat der Wein (vgl. Robert Parker) mit 13,2% Alkohol weniger Umdrehungen als der Jahrgang 2002, der bekanntlich einen eher durchschnittlichen Witterungsverlauf aufwies. In der Nase dominieren Aromen von dunklen Beeren und Pflaumen, kombiniert mit einer leicht laktischen Note, man könnte auch von Waldbeeren in Joghurt sprechen. Am Gaumen recht saftig, deutliche Extraktsüße;<span style="mso-spacerun: yes">  </span>runde und eher weiche Tannine; sehr dicht; kräftiger Körper mit weicher Oberfläche. Trotz aller Süße und Saftigkeit kann man nicht von einem fetten oder gar überextrahierten Wein sprechen. Der Wein wirkt auf mich irgendwie geschminkt, aber es ist keine dralle Lady, die zu viel Speck auf den Rippen hat, und trotzdem empfinde ich einen Mangel an Struktur und Definition. Der 2003er Leoville Las Cases wird trotzdem seine Liebhaber finden, denn er ist einfach zu verstehen und auf Grund seiner fruchtigen Süße, seiner hinreichend aufgelegten Schminke (und nicht jeder empfindet eine &quot;falsch&quot; gewählte Farbzusammenstellung so wie ich), ist er vielleicht sogar „mehrheitsfähig“. Ich weiß nicht, was hier im Keller gemacht wurde, aber dieser Wein ist für mich ein Produkt der Kellertechnik, ihm mangelt es an Ursprünglichkeit, Individualität und der femininen Eleganz, die ich bei großen Leoville Las Cases Weinen häufig empfinde. Ich bin gespannt, wie sich dieser Wein entwickeln wird, seinen ursprünglichen Subskriptionspreis von ca. € 145,- kann ich genauso wenig verstehen wie den Winespectator, der ihm 97 Punkte zuspricht. Selbst der Beschreibung von Parker (der ihn immerhin von 94-96 auf 93 Punkte abgewertet hat), kann ich nicht zustimmen, denn er ordnet ihn immer noch unter den besten Weinen des Jahrgangs ein. </span /></p><p /> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 23:20:59 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>2003 Chateau Duhart-Milon Rothschild – Pauillac</title>
<link>http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=524</link>
<description><![CDATA[<font size="2"><p><font size="3"></font><br /></p><p align="justify"><strong>94 Punkte - </strong>Einen wunderbaren Auftakt bildete an diesem Abend der 2003 Duhart-Milon Rothschild. Duhart-Milon gehört heute zum Imperium der Domaines de Barons Rothschild und segelt aktuell im Windschatten des großen Bruders Lafite Rothschild sehr erfolgreich auf der Welle des wirtschaftlichen Erfolgs mit. Eigentlich hat man bei Duhart-Milon den Windschatten nicht nötig, denn das, was da im Glas war, ist richtig toller Stoff – klassisch und sehr genussreich.</p><p align="justify"><br />Bis zum Jahr 1962 war Château Duhart-Milon - seit über 100 Jahren – im Eigentum der Familie Castéja. Mehrere Erbteilungen führten bis dato zu einer Aufsplitterung der Weinberge und zu einem Qualitätsverlust bei den Kellerergebnissen. Als die Rothschilds das Chateau im Jahr 1962 aufkauften, umfasste das Gut nur noch 17 Hektar. Man beschloss umfangreiche Investitionen, die Château Duhart-Milon wieder zu seiner alten Größe verhelfen sollten. Die Weinstöcke wurden in 1963 fast vollständig erneuert, dazu kamen neue Weinlager und Gärkeller in Pauillac.<br /></p><p align="justify" /><p align="justify">Es ist für mich immer schwierig, wenn mich jemand fragt: Was ist ein klassischer Bordeaux oder noch schlimmer, was ist ein klassischer Pauillac? – jetzt habe ich eine Antwort: „Trink einen Schluck Duhart-Milon Rothschild 2003!!“ Wie ich auf der Webpage von Barons de Rothschild jedoch feststellen musste, hatten diese Idee jedoch schon andere vor mir: „Der Grand Vin des Château Duhart-Milon wird oft als klassisches Beispiel der Herkunftsbezeichnung Pauillac bezeichnet. Er zeugt von einer „zurückhaltenden Vornehmheit und von großem Raffinement“, so die Beurteilung des Agenten Abraham Lawton, der dem Wein im Jahre 1815 „eine große Bestimmtheit und einen ziemlich ausgeprägten Saft“ bescheinigt. (Der „Saft“ der Premiers Crus des Médoc wird auf schöne Weise mit dem Geruch verglichen, „der sich im Raum verbreitet, wenn man einen Siegellack erster Güte verbrennt.“)“ – Wie toll, dass diese Einschätzung fast 200 Jahre später immer noch ihr Gültigkeit hat.<br /></p><p align="justify" /><p align="justify" /><p align="justify" /><p align="justify">Also - was hatten wir nun im Glas? Einen Wein, dessen Nase so betörend ist, dass es einem schwer fällt, das Glas abzusetzen. Herrliche „Bordeauxnase“, Aromen feinsten Tabaks, Mokka und getrocknete Kräuter. Dazu passen die Eindrücke von Leder, Paprika und Lakritze. Die ausdrucksvolle, feine Frucht verbindet sich mit den ätherischen Aromen und die feinen, weichen Tannine bilden ein hervorragendes Rückgrat für diesen bestens strukturierten, ausgewogenen und jetzt schon eleganten Bordeaux. Die feine Fruchtsüße wirkt – trotz einer auf Grund des Jahrgangs eher geringen Säure – fein und zieht sich durch bis in den schönen, ausgewogenen und langen Abgang. Insgesamt ein klassischer Bordeaux aus einem Jahrgang, der auf Grund seiner sommerlichen Hitze – häufig vollkommen zu Unrecht – mit „Trinkmarmelade“ gleichgesetzt wird. Aktuell ein wirklicher Trinkgenuss, Eile bedarf es jedoch keiner. Wer nur eine Flasche im Keller hat, sollte sie jetzt trinken. Warum? Jetzt kann man noch nachkaufen ;-) Wehmutstropfen dabei sind die davon gelaufenen Preise. In der Subskription mal für ca. Euro 25,- zu haben, dürfte es jetzt schwierig werden, ihn im Handel für unter Euro 100,- zu bekommen. Etwas günstiger vielleicht auf Auktionen.</p></font> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 13:47:48 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>So und So – kleine Bordeauxprobe 2003</title>
<link>http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=523</link>
<description><![CDATA[<font size="2"><p align="justify"><br /></p><p align="justify">In der Vorweihnachtszeit waren liebe Freunde zu Gast und der Abend war in Sachen Kulinarik „So und So“ – meine Küchenleistung kann ich wohl bei der Vorspeise noch als gut bezeichnen, aber beim geschmorten Ochsenschwanz wollte ich lieber in den Keller gehen, um das Ergebnis nicht länger mitansehen zu müssen. Die Schmorsoße, fruchtig mit Cranberries abgeschmeckt noch lecker, aber das Fleisch war weit davon entfernt „mürbe“ zu sein. Der gespendete Trost meiner Gäste half mir nur bedingt - ich glaube, jeder, der gerne in der Küche steht, wird das verstehen.</p><p align="justify" /><p align="justify" /><p align="justify" class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-FAMILY: ">Aber auch beim Wein: So und So - ein gemischtes Bild. Thema des Abends war eine kleine Auswahl von Bordeauxweinen aus dem Hitzejahr 2003. Zwei Weine konnten klar mit den Vorurteilen aufräumen, dass in 2003 nur früh reifende Weine entstanden sind, die ein Mangel an Struktur und Eleganz auszeichnet. Andererseits gab es mit dem in der Subskription hochgelobten 2003 Château Leoville Las Cases auch genügend Diskussionsstoff. Die Weine:</span></p><p align="justify" /><p align="justify" class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-FAMILY: ">2003 Château Duhart-Milon Rothschild</span></p><p align="justify" /><p align="justify" class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-FAMILY: ">2003 Château Leoville Las Cases</span></p><p align="justify" /><p align="justify" class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span lang="EN-US" style="FONT-FAMILY: ">2003 Château Leoville Barton</span></p><p align="justify" /><p align="justify" class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span lang="EN-US" style="FONT-FAMILY: ">2003 Château Phélan Ségur</span></p><p /></font> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 13:41:16 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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<title>BIG FIVE – Nashorn und Mouton (Teil 2)</title>
<link>http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=522</link>
<description><![CDATA[<font size="2"><p><strong><br /></strong></p><p><strong>2004 Chateau Mouton Rothschild</strong></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri">92 Punkte - Das ist ein Mouton!?<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Ein junger Pauillac und so fruchtbetont, weich und mit seidener Oberfläche; auf mich wirkt der Wein eher wie ein sonnengereifter US-Bordeaux-blend a la Opus One. Diese Bemerkung bitte richtig verstehen, als Beschreibung, nicht als Kritik. Ich mochte diesen hedonistischen Stoff, den man etwas verkürzt so beschreiben kann: fruchtig, tief, dunkel und weich. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn die Frucht ist nicht nur dicht, sie ist überaus komplex und hat viele Facetten, da findet man Kirschen, rote Grütze, Pflaumen, aufregende Gewürze, wie Zimt, Nelken und einen Hauch von Orient. Die Anklänge an Kakao, verbunden mit einer schönen Extraktsüße haben mich wohl bewogen auf meinem Verkostungszettel &quot;milky way“ zu notieren. Die fruchtige Kraft und Konzentration sind wirklich gut gemacht und bemerkenswert, denn der Wein wirkt trotzdem kühl, edel und elegant. Die Tannine haben einerseits eine schmeichelnde, weiche Oberfläche, aber andererseits durchaus Kraft und sind strukturgebend. Wer Parkers Notiz aus 2007 liest, muss annehmen, dass die Tannine einmal deutlich(!) heftiger wahrgenommen wurden, denn er attestiert dem 2004er Mouton eine: „impressive concentration, and a primordial backwardness that will require 10-15 years of cellaring, (…) but the biting tannins will preclude any enjoyable consumption over the next decade. Anticipated maturity: 2020-2035” Aus meiner Sicht ist der Wein jetzt in einer ersten, schönen Genussphase, über seine Zukunft zu spekulieren ist aber schwierig, dennoch sollten die nächsten 15-20 Jahre kein Problem sein.</font></p><p /><p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt" /><p><font face="Calibri"> </font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri"><strong>1983 Chateau Mouton Rothschild</strong></font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri">84 Punkte - Die Notiz zu diesem Wein fällt etwas kürzer aus, denn ich glaube, dass die Flasche einen Vorbesitzer hatte, der sie falsch gelagert hat.<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Tiefer, dunkelroter Farbkern. Am Gaumen eine Mischung aus Sylvesterkracher (Schießpulver), Liebstöckel, Sauerkraut und Molke. Am Gaumen gewisse malzige Süße, die Säure steht dagegen etwas außen vor, wirkt sehr reif. Malz, Sojasoße, deutliche Tertiäraromatik. Nach kurzer Zeit im Glas fällt der 83 Mouton ziemlich schnell in sich zusammen.<span style="mso-spacerun: yes">  </span></font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt" /><p><font face="Calibri"> </font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri"><strong>1998 Chateau Mouton Rothschild</strong></font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri">96 Punkte - Für mich der einzig große Mouton an diesem Abend. Der Wein zeichnet sich durch eine sehr tiefe, edle und genießerische Aromatik in Nase und Mund aus. Reich, fest gebaut, hervorragend strukturiert und mit aromatischer Tiefe und Vielfalt drückt sich dieser tolle Bordeaux an den Gaumen. Saftige und konzentrierte dunkle Frucht; Duft von dunkler Schokolade, Cohiba-Zigarren, Lakritze, Espresso-Bohnen, Cassis sowie einem Hauch von Minze. Auffallend schön auch die feinsandigen Tannine, die komplexe Art und die tolle Länge des Weins. Ein Beau, der noch viele Jahre nachhaltig Freude und Genuss bereiten wird. Wer einmal Mouton Rothschild kennenlernen möchte ist mit diesem Jahrgang sicherlich gut bedient, denn Euro 300,- sind sehr, sehr viel Geld, aber man bekommt einen großen, klassischen Pauillac, der immer noch deutlich günstiger ist als Flaschen aus aktuellen Jahrgängen, bei denen man nicht nur Zeit mitbringen muss, sondern auch eine gewisse Portion Unsicherheit in den Keller einlagert.<span style="mso-spacerun: yes">  </span></font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: "></span></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri"><strong>1979 Chateau Mouton Rothschild</strong></font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri">91 Punkte - Die letzte Benotung von Robert Parker im Jahr 1998 mit 76 Punkten ist vernichtend für einen Premier Grand Cru Classé. Er schrieb in der 3.Ausgabe seines Bordeaux-Führers: „It is a high acid Mouton that has always been austere. (…) It is the tannin, acidity, alcohol, and wood that make up much of the uninspiring aromatics and flavors. The 1979 Mouton is an uninteresting wine that has no place to go.” Auch ansonsten ist der Jahrgang 1979 nicht gerade als Riesenjahr bekannt; Achim Becker (</font><a href="http://www.weinterminator.de/"><span style="COLOR: windowtext; TEXT-DECORATION: none; text-underline: none"><font face="Calibri">www.weinterminator.de</font></span></a><font face="Calibri">) schreibt z.B. „Wer Weine aus 1979 sucht, muss dreimal hingucken. Zu heterogen war das, was in diesem Jahr erzeugt wurde.<br />In Bordeaux wurde die größte Ernte seit 1934 eingebracht.“ - Aber probieren geht eben doch über studieren und wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;-))</font></p><p /><p class="MsoNormal" style="TEXT-ALIGN: justify; MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><font face="Calibri">In der Nase eine ausgeprägte Aromatik von getrockneten Kräutern und Wiesenblumen, ein nicht namentlich genannter Teilnehmer freute sich sichtlich, denn er meinte: „der riecht wie ein guter „Roter Libanese“, die ganz leicht harzigen Noten sind vergleichbar. Am Gaumen zeigt der Wein Anklänge an rote Früchte, Zigarrenkiste und feine Gewürzaromen (Muskatnuss); mich überzeugt er mit seiner Standhaftigkeit und der schönen Harmonie, die er inzwischen aufweist. Die Tannine sind ziemlich abgeschmolzen, die Säure passt sich aber gut ein und ist jetzt richtig gut zu trinken. Wichtig: Ein paar Stunden vor dem Genuss öffnen, gerade die etwas älteren Herren brauchen die Luft. </font></p><p /><p><strong> </strong></p><p></p></font><font size="2"></font> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 17:47:22 +0100</pubDate>
<dc:creator>MQuentel</dc:creator>
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